Das stattliche Haus steht direkt unterhalb des Dorfplatzes in Erlenbach. Es entstand nach dem verheerenden Dorfbrand von 1765. Als Erbauer darf der einheimische Zimmermeister Hans Messerli vermutet werden. Drei weitere ähnliche Bauten an der Hauptstrasse tragen seine Handschrift und fallen auch in die Phase des Wiederaufbaus nach dem Brand. Diese fällt just in die Zeit, in welcher die traditionelle Zimmermannskunst ihren Höhepunkt erreicht hatte, sich aber fortan auch neuen Einflüssen zu öffnen begann. Messerli richtete in seinen 86 Lebensjahren mehr als 285 Firsten in der Umgebung auf. Das „Agensteinhaus“ verkörpert den gängigen Typ des dreistubenbreiten Zweigenerationenhauses. Es wurde in der Simmentaler Bauweise erstellt, welche Ständer- und Blockbau harmonisch vereinigt. Obwohl es nicht mehr in der kurz zurückliegenden barocken Manier bemalt und beschriftet ist, gilt seine nach Süden ausgerichtete vollsymmetrische, stark gegliederte und verzierte Hauptfassade als ein Meisterwerk. Der Bau darf als Musterbeispiel eines Bauernhauses des späten 18. Jahrhunderts und als Juwel des Tales angesehen werden.


Dorfgemeinschaft Gysenstein

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Als Typ ”H2”, mit der Fabrik-Nr.: 2385, ein 7 t Leichtgewicht unter Rangier-lokomotiven, vor über 80 Jahren bei O&K-MONTANIA in Nordhausen gebaut, holten wir sie 2013 aus der Schweiz, zusammen mit weiteren O&K Feldbahn- und Rangierlokomotiven, der Baujahre 1922 bis 1937, nach Nordhausen zurück. 

 

Die Benzollokomotive ”H2”, 1927 in die Schweiz, nach Konolfingen im Kanton Bern an die Berner Alpenmilch Gesellschaft geliefert, gehörte über Jahrzehnte in das Landschaftsbild zwischen Bahnhof und Anschlussgleis der Schweizer Bundesbahn und der Milchsiederei, dem Namengeber, des vom Volksmund geprägten Kosenamen ”Siedi”. 1959 wurde die ”Siedi”  an die Gleisbaufirma Sersa nach Burgdorf ver-kauft und 1980 an den Lokservice Burkhardt in Hinwil, wo sie zwar ein komfortables neues und wärmendes Kleid bekam, gut für das Lokpersonal, aber eben nicht mehr original. Auch ein Saurer-Diesel löste den mittlerweile 53 Jahre alten O&K-Benzolmotor ab, während Chassis und Getriebe unverwüstlich ihren Dienst weiter versahen. 

2003 erwarben sie dann Rolf & Roger Wymann, die Betreiber des privaten Bahnmuseum Kerzers in der Schweiz. Die Familie Wymann übergab sie 2013 dem IFA-Museum als Dauerleihgabe, mit einer Schenkungsklausel, bei Wiederherstellung des Antlitzes, wie zur Auslie-ferung. Gerne haben wir das grossherzige Angebot angenommen und die Rekonstruktion im Zeitraum Februar 2017 bis November 2018 vorbereitet und durchgeführt.

Der Verein alter Bären in Konolfingen hat uns bei der Aufarbeitung der Lebensgeschichte der Lok H2, die “Kleine Siedi” sehr geholfen,  

weswegen wir dem Museums-Co-Leiter Werner Weber und Verein sehr verbunden bleiben!

Detailinformationen zur Reko der “Siedi” und noch viel mehr erfahren Sie im IFA-Museum. Ein Reise lohnt sich bestimmt!


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